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Damhirsch

Das Damwild

Dama dama, gehört zur Familie der Hirsche, und war ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum bis nach Persien beheimatet. Die Römer verbreiteten das Damwild dann über fast ganz Europa. Heute liegt das Hauptverbreitungsgebiet in England, Dänemark und Ungarn. Im Mittelalter wurde Damhirsche vom Adel gerne in Schau- u. Jagdgehegen gehalten, da sie auch in Gefangenschaft nicht degenerieren und auch nicht zu Krankheiten oder Parasitenbefall neigen. Heute findet man es hauptsächlich in Tierparks und in Gattern zur Fleischproduktion. In freier Wildbahn findet man es seltener, es sei denn es wird zu Jagdzwecken gehegt.

Man zählt die Hirsche zum Schalenwild, sie sind deutlich größer als Rehe aber wesentlich kleiner als die Rothirsche. Die Körperlänge beträgt um die 130 cm, die Schulterhöhe rund 90cm, wobei die männlichen Hirsche in der Regel größer sind als die weiblichen (Damtiere). Die Jungtiere nennt man Kälber. Es gibt zwei farbliche Spielarten, die schwärzlichen und die braunen Hirsche, typisch sind auch die weißen Flecken in der Decke und der ausgeprägte Aalstrich. Bei der Flucht unterscheidet es sich deutlich von anderen Hirscharten, da es mit allen 4 Läufen gleichzeitig vom Boden abhebt.

Die Fortpflanzungszeit, Brunft, fällt in den Oktober/November. Der Platzhirsch verteidigt sein Rudel gegen Nebenbuhler, wobei es zu heftigen Rangeleien kommt. In der Brunft kann ein Hirsch bis zu einem Viertel seines Körpergewichtes verlieren. Nach einer Tragzeit von 32 Wochen setzt das Damtier, meist im Juni ein Kalb, selten auch zwei.

Die männlichen Kälber entwickeln im 2. Lebensjahr ein kurzes Spießgeweih, im dritten und vierten Jahr bilden sie mehrere Enden aus. Ab dem 5. Jahr beginnen sich die Stangenenden zu verbreitern, dann spricht man von einem Löffler. Ältere Hirsche haben dann mächtige Schaufelgeweihe.

Der Dammhirsch bevorzugt lichte Wälder als Lebensraum, ist aber sehr anpassungsfähig. Er ist ein Wiederkäuer und nimmt sowohl nährstoffarme Gräser als auch saftige Triebe und Blätter sowie div. Früchte auf. Er wird daher als Intermediärtyp bezeichnet. In Tiergärten wird er mit Heu und auch Getreide gefüttert.

Die Lautäußerungen sind sehr umfangreich und werden als Blöken, Schrecken, Fiepen und Klagen bezeichnet.

 

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