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Rehbock

das Reh

(Bock ♂, Gais ♀, Kitz)

Das Reh gehört zu den am häufigsten vorkommenden jagdbaren Tieren in Österreich. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den Niederungen bis ins Hochgebirge. Es ist ein Wiederkäuer und Geweihträger (Hirschartige).

Vom Spätherbst bis ins Frühjahr bilden mehrere Rehe Rudel, auch Sprünge genannt, vom Frühjahr bis in den Spätherbst lösen sich diese Verbände wieder auf und Bock und Geiß gehen getrennte Wege. Die Geiß sucht sich einen sicheren Platz um ihre Jungen, die Kitze zu bekommen (sie setzt).

Die Böcke beziehen ihre „Einstände“ welche Sie gegen Artgenossen energisch verteidigen. Der Bock wirft im Herbst sein Geweih ab und beginnt sofort wieder mit dem Aufbau eines neuen Krickerls welches anfangs von einer gut durchbluteten Haut, dem Bast umgeben ist. Sobald das Wachstum des neuen Geweihs beendet ist, im März/April stirbt der Bast ab und der Bock beginnt sich diesen an Bäumen und Sträucher abzustreifen, er verfegt.

Die Geiß setzt im Mai meist zwei, manchmal auch drei Kitze, welche nach der Geburt noch geruchlos sind, damit diese vom Raubwild wie Fuchs, Dachs oder Wildschweinen nicht gleich gefunden werden. Die Geiß kommt meist zweimal täglich zu den Kitzen um diese zu säugen, den Rest des Tages verbringen die Kitze gut versteckt alleine. Sobald eines der Jungtiere einen Fremdgeruch aufweist wird es vom Muttertier verstoßen und nicht mehr gesäugt.
Somit ist es dem Hungertod preisgegeben. Deshalb ist es wichtig ein zufällig aufgefundenes Kitz nicht zu berühren um ihm dieses Schicksal zu ersparen. Auch frei laufende Hunde können diesbezüglich zu einem Problem werden, denn selbst wenn der Hund einen Beißkorb trägt, genügt es, wenn er das Kitz kurz berührt und somit die Geruchlosigkeit des Jungtieres aufhebt.

Im Juli/August findet dann die Brunft statt. Ausgelöst wird diese von der fortpflanzungsbereiten Geiß. Die Böcke streifen suchend durchs Revier, sobald sie eine brunftige Rehgeiß gefunden haben, verfolgen sie diese unablässig (sie treiben). Nach oft stundenlangem Treiben kommt es zur Begattung (zum Beschlag). Danach lässt der Bock von der Geiß ab und sucht sich eine Neue.

Bei der beschlagenen Geiß kommt es zu einer Eiruhe, d.h. die Entwicklung des Embryos beginnt er’s im Dezember und im Mai ist es dann so weit, es werden wieder neue Kitze gesetzt.