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Fasan

Der Fasan

(Phasianus colchicus) ist eine Vogelart aus der Ordnung der Hühnervögel (Glattfußhühner).
Bei uns Jagdfasan genannt, zeichnet sich der Hahn durch sein farbenprächtiges Gefieder und die langen Schwanzfedern aus. Die Henne trägt hingegen eine bräunlich-graue Tarnfärbung wie die meisten anderen Bodenbrüter auch. Hähne werden bis zu 1,5kg schwer, Hennen sind etwas kleiner und erreichen ein Gewicht von ca. 1,2kg. 

Fasanhenne am Nest

Fasanhenne

Fasanhenne

gut getarnt am Nest

Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet reicht vom Schwarzen Meer über die asiatischen Steppen bis nach Korea. Wahrscheinlich haben bereits die Römer für seine Verbreitung in Mitteleuropa gesorgt. Ab dem Mittelalter wurde aus dem anfangs beliebten Ziervogel verbreitetes Jagdwild.
Er liebt halboffene Landschaften, lichte Wälder mit Unterwuchs aber auch feuchte Schilfgebiete. Häufig ist er auch in der Kulturlandschaft anzutreffen. Er bevorzugt pflanzliche Nahrung wie Sämereien und Beeren, nimmt aber auch gerne Insekten und andere Kleinlebewesen.
Früher schätzte man ihn auch als Kartofffelkäfervernichter, wobei er bevorzugt die Larven frisst.
Normalerweise leben Hähne und Hennen in getrennten Gruppen, nur zur Balzzeit schart ein Hahn 3 bis 5 Hennen um sich die er stetig umwirbt und gegen Nebenbuhler verteidigt.
Im April legen die Hennen flache Bodennester an in welche sie 8 bis 12 Eier legen. Nach einer Brutzeit von etwa 23 Tagen schlüpfen die Küken die schon nach wenigen Stunden das Nest verlassen und der Henne folgen (Nestflüchter). In den ersten vier Lebenswochen sind die Jungfasane auf eiweißreiche Insektennahrung angewiesen, erst danach fressen sie auch Sämereien usw.
Von einem Gelge erreichen meist nur 3 bis 4 Küken das Erwachsenenalter, einmal ausgewachsen können sie jedoch 5 bis 7 Jahre alt werden. Bedroht werden sie hauptsächlich durch Fressfeinde wie Bussard, Fuchs, Marder, Wiesel, streunende Hauskatzen und Krähen, welche bevorzugt die Nester plündern.
Er sieht sehr gut und sucht sein Heil meist in der Flucht zu Fuß, nur wenn es ganz brenzlich wird fliegt er auf, auch um seinen Schlafplatz auf Bäumen aufzusuchen muss er fliegen.
In den letzten Jahren hat ihnen aber hauptsächlich Lebensraumverlust, Beunruhigung durch den Menschen und seine Hunde sowie die industrielle Landwirtschaft zugesetzt. Auch der Insektenmangel bei Kükenaufzucht trägt zu ihrem Rückgang bei.

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