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Habicht im Wald

Der Habicht

Accipiter gentilis, ist ein Greifvogel dessen Verbreitungsgebiet von den arktischen bis subtropischen Zonen Eurasiens reicht. Er ist ein verbreiteter aber versteckt lebender Brutvogel, der bevorzugt in Wäldern, aber auch in den angrenzenden offenen Landschaften jagt. Neuerdings findet man ihn aber auch im urbanen Bereich. Auffallend ist beim Habicht, dass der Größenunterschied zwischen Männchen (Terzel) und Weibchen sehr groß ist. So wiegen die kleinsten Männchen oft nur ca. 500gr während große Weibchen über 2 kg Körpergewicht erreichen können und somit etwa die Größe eines Mäusebussards haben. Auch sind Vögel in nördlichen Gebieten tendenziell kleiner als ihre Verwandten in südlichen Regionen. Die Flügel sind kurz und breit, der Schwanz relativ lang. Dies verleiht dem Vogel eine extreme Wendigkeit. Oberseits ist er dunkel, Jungtiere bräunlich, adulte dunkelgrau und auf der weißen Brust deutlich mit braunen Querbändern versehen (gesperbert). Die Beine sind hellgelb. Habichte leben monogam und sind sehr reviertreu. Sie bauen ihre großen Horste ausschließlich auf Bäumen. Nach der Balz, welche von Jänner bis März stattfindet, werden von Mitte März bis Mitte April 3 bis 5 Eier abgelegt und ca. 38 Tage bebrütet. Die Nestlinge sind im Gegensatz zu anderen Greifvogelarten untereinander sehr verträglich. Nach weiteren ca. 45 Tagen sind die Jungvögel flügge und nach ca. 6 Wochen nach dem Ausfliegen verlassen sie das elterliche Revier. Habichte ernähren sich fast überall vorwiegend von kleinen bis mittelgroßen Vögeln und Säugetieren. Je nach Verbreitungsgebiet kann das Beutespektrum stark variieren. Normal wird von einem Beobachtungspunkt aus in Bodennähe im Flug gejagt. Es wurde aber auch beobachtet wir Habichte zu Fuß Stockenten und Maulwürfe erbeutet haben. Dabei kommen ihnen ihre langen Beine sehr gelegen. Auch andere Greifvögel, wie z.B. Turmfalken gehören zu seinem Beutespektrum. Getötet wird die Beute durch eine feste Umklammerung mit den Füßen (Greifen), wobei die Beutetiere erstickt oder erdrosselt werden. Habichte gelten nicht mehr als gefährdet und werden sehr gerne zur Beizjagd eingesetzt.

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