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Iltis

Der Iltis

Mustela putorius, gemeinhin als Waldilitis bekannt ist ein Raubtier aus der Familie der Marderartigen. Er kommt bis auf den äußersten Norden und einigen Mittelmeerinseln praktisch in ganz Europa bis auf eine Seehöhe von 1500 Metern vor. Er bevorzugt Waldrandzonen und gebüschreiche Uferzonen und Feuchtgebiete. Auch landwirtschaftlich genutzte Zonen, soweit sie gut strukturiert sind, werden gerne genutzt. Ihre schlanken Körper werden beim Weibchen 25 bis 35cm, beim Männchen 30 bis 45cm lang, der Schwanz etwa 15cm. Die Männchen sind mit einem Gewicht von 1 bis 1,5 kg wesentlich schwerer als die Weibchen, welche nur rund 0,75 kg wiegen. Das Fell ist Dunkelbraun bis schwarz, die weißlich-gelbe Unterwolle schimmert besonders an den Flanken stark durch. Rund um Nase und Augen sowie an den Ohrenspitzen ist er weiß, womit sich die typische Gesichtsmaske ergibt. Iltisse sind nachtaktiv und verbringen den Tag oft in Bauen (selbst gegraben oder z.B. von Kaninchen verlassen), Felsspalten, Mauernischen oder hohlen Bäumen. Zur Zeit der Jungenaufzucht kann man die Fähe (Muttertier) auch tagsüber auf ihren Raubzügen antreffen. Außerhalb der Paarungszeit leben sie einzelgängerisch und markieren mit einem übelriechenden Sekret aus ihrer Analdrüse („stinkt wie ein Iltis“) ihr Revier . Die Ranz findet hauptsächlich von März bis Juni statt, ist aber von Februar bis August möglich. Nach vierzigtägiger Tragzeit kommen meist 4-7 Junge blind in einem gepolsterten Nest zur Welt. Vereinzelt kann es auch Würfe mit bis zu 12 Jungen geben, geht ein Wurf verloren kann die Fähe im selben Jahr ein zweites Mal Junge bringen. Nach 4 Wochen öffnen die Jungen die Augen und nach ca. 5 Wochen verlassen sie das erste Mal die Wurfhöhle. Nach ca. 2 Monaten beginne sie selbst zu jagen, um nach einem weiteren Monat vollkommen selbständig zu sein. In freier Natur wird ein Alter von bis zu über 7 Jahren erreicht. Iltisse sind Fleischfresser, die nur in Notzeiten auf Früchte zurückgreifen. Je nach Lebensraum besteht die Beute aus Fröschen, Kröten und Schlangen oder kleinen Nagern wie Ratten, Mäusen und Hamstern. Aber auch Vogeleier werden genommen. Iltisse sind in der Lage Beutetiere die wesentlich (bis doppelt) größer sind als sie selbst. Wie z.B. Kaninchen und Hasen zu schlagen. Getötet wird meist mit einem Nackenbiss. Bereits in der Antike hat man begonnen Iltisse zu zähmen und sich so ihre Jagdfähigkeiten, z.B. auf Kaninchen, zu Nutze gemacht. So entstand die domestizierte Form, das Frettchen.