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Die Schlingnatter

Schlingnatter
Kopf der Schlingnatter

Coronella austriaca, wird auch Glattnatter genannt. Sie ist ungiftig und kann bis zu 20 Jahre alte werden. Die Grundfärbung ist an der Oberseite grau bis rötlich-braun. Die Unterseite ist immer einfärbig. Am Rücken zieht sich ein zickzackförmiges Fleckenmuster dahin, welches oft zur Verwechslung mit der Kreuzotter führt. Typisch ist eine hufeisenförmiger, dunkler Fleck am Kopf und dunkle Streifen vom Nasenloch über das Auge.

Als einzige heimische Würgeschlange ist sie eher klein und kann maximal eine Länge von 75cm erreichen. Ihr Vorkommen erstreckt sich über weite Teile Europas bis in die westlichen Teile Asiens. Generell zieht sie sehr trockene und warme Orte vor, sodass man sie häufig in Steinbrüchen, an Bahndämmen und in offenen Wäldern antrifft. In Österreich kann man sie in allen Bundesländern antreffen, wird aber selten gesehen, da sie ein verstecktes Leben führt.

 Nach der Paarungszeit im späten Frühjahr, bei der sich die Männchen erbitterte Ringkämpfe liefern wobei es auch zu ernsthaften Verletzungen kommen kann, bringen die Weibchen nach einer Tragzeit von ca. 5 Monaten Mitte August bis Ende September 3 bis 15 Junge zur Welt. Die Jungen sind bei der Geburt ca. 15cm lang, bald danach folgt die erste Häutung und sie gehen auf Nahrungssuche. Im zweiten Lebensjahr verdoppeln sie ihre Körpergröße und mit 40-50cm Länge werden sie geschlechtsreif. 

Als Nahrung dienen in erster Linie Eidechsen, deren Eier und Jungtiere, sowie andere Jungschlangen und vor allem Blindschleichen. Bei Nahrungsknappheit stellen sie auch jungen Mäusen nach. Sie selbst wird von Igel, Iltis, Marder, Greifvögeln und Raben gejagt.

 Die Schlingnatter ist in vielen Ländern streng geschützt und leidet, wie die meisten Reptilien, hauptsächlich unter dem Lebensraumverlust.